10 Tipps für dein Home-Office

Du arbeitest von zu Hause, es fällt dir aber sehr schwer, dir deinen Tagesablauf zu strukturieren? Ein Home-Office ist zugleich ein Fluch und ein Segen. Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden fördert zwar oftmals die Produktivität, durch viele äußere Einflüsse wirst du aber gehemmt. Ich gebe dir heute 10 Tipps, wie du dein Home-Office ideal gestalten hast, um so den bestmöglichen Output zu erzielen.

 

Bildquelle: Kaboompics.com

1) Feste Arbeitszeiten
In einem normalen Angestelltenverhältnis beginnt dein Tag in der Regel zwischen 7 und 9 Uhr. Dies ist meistens vom Unternehmen abhängig, in welchem du arbeitest. Ich selber bin Teilzeit angestellt, arbeite somit im Angestelltenverhältnis außer Haus, als Selbstständige aber gleichzeitig an den übrigen Tagen in meinem Home-Office. Um den Arbeitstag produktiv zu nutzen, ist es wichtig, sich auch zu Hause feste Arbeitszeiten zu setzen. Natürlich ist es sehr schön, wenn du bis 10 oder 11 Uhr ausschläfst. Bis du den Tag dann aber richtig startest, ist es meistens schon Mittag und somit der halbe Tag um. Meine produktivsten Phasen habe ich entweder morgens, denn dort ist mein Geist noch frisch oder hellwach, oder Abends, d.h. ab 18 Uhr. Gerade in der Zeit zwischen 13 und 16 Uhr fällt es mir sehr schwach, kreativ zu sein. Deswegen plane ich meinen Home-Office-Tag mit festen Zeiten an, in denen ich arbeite und in denen ich anderen Dingen, wie z.B. meinen Haushalt, nachgehe. In den Arbeitszeiten bin ich wirklich nur für die Arbeit da und werde somit produktiver.


2) Freiräume schaffen
Dieser Punkt hängt eng mit Punkt 1 zusammen. Ihr solltet euch im Home-Office neben festen Arbeitszeiten natürlich auf freie Zeiten einplanen. Ich ertappe mich selber dabei, wie ich Abends um 23.30 Uhr noch Anfragen auf Facebook bearbeite und damit den Unmut meines Mannes auf mich ziehe. Auch als Selbstständiger hat man genauso ein Recht auf Feierabend wie als Angestellter. Diese Grenze zu ziehen, fällt mir oftmals wirklich selber schwer, aber es funktioniert. Klappt das Notebook zu, legt das Tablet und Smartphone zur Seite und genießt eure freie Zeiten. Das ist leichter gesagt als getan, aber es funktioniert. Fangt langsam damit an und ihr werdet schnell merken, wie gut euch diese Freiräume tun.


3) Anziehen
Arbeiten im Schlafanzug, in der Jogginghose? Geht ihr ins Büro auch im Schlafanzug? Definitiv nein. An Tagen, in denen ich in meinem Home-Office arbeite, ziehe ich mich entweder schon vor dem Frühstück oder direkt danach an. Dies ist abhängig davon, wie groß mein Hunger ist. Ihr arbeitet zu Hause, auch dies ist ein Job und da ist selbstverständlich, dass ihr ordentlich gekleidet seid. Ihr müsst kurzfristig zu einem Termin außerhalb oder einfach auch nur zur Bank oder zur Post? Dafür soll es auf keinen Fall notwendig sein, sich erst eine halbe Stunde im Bad fertig zu machen.


4) Fester Arbeitsplatz
Mit dem Notebook auf der Couch oder im Bett? Natürlich ist das sehr gemütlich und ich mache das auch gelegentlich. Trotz alledem habe ich einen relativ festen Arbeitsplatz, wenn ich an Blogbeiträgen schreibe oder die Bestellungen für meinen Online-Shop bearbeite.
Mein Kreativbereich ist im Keller und dort habe ich einen Arbeitstisch, wo ich Produkte herstelle, Bestellungen und Fragen beantworte und meine Bestellungen verpacke. Das Schreiben von Blogbeiträgen hingegen erledige ich in unserer Wohnung oben im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss wohnen meine Schwiegereltern. Im Wohnzimmer habe ich eine kleine Ecke, dort steht mein alter Glasschreibtisch, den ich schon in meinem Jugendzimmer hatte. Ich ziehe mich dort mit einem Tee zurück und mache es mir gemütlich und schreibe an meinen Beiträgen oder bearbeite Bilder. Wenn es im Sommer sehr warm ist, verlagere ich diesen Arbeitsplatz auch gerne ins Freie auf unseren Balkon. Wir haben eine 5m lange Markise und so kann ich dort bei sehr heißen Temperaturen gut arbeiten.

 

5) To-Do-Listen
Egal, ob ich in meinem Unternehmen bin oder im Home-Office, To-Do-Listen gehören zu meinem festen Bestandteil. Jeden Morgen, bevor ich mit meiner Arbeit loslege, nehme ich mir 10 Minuten und überlege, was heute alles ansteht. Dabei ist zwischen sehr wichtigen, wichtigen und weniger wichtigen Angelegenheiten zu unterscheiden. Sachen oberster Priorität erledige ich gleich Morgens, denn da bin ich einfach geistig am Aktivsten und kann in kurzer Zeit das Meiste erledigen. Die Bearbeitung von Bildern für meinen Blog ist zwar auch wichtig, aber diese verschiebe ich dann z.B. eher in die Abendstunden, da ich dort nicht mehr so leistungsfähig sein muss. Eher unwichtige Dinge, wie z.B. Rechnugen eintragen (natürlich später für die Buchhaltung wichtig), erledige ich zwischendurch, wenn ich mal kurz Freiräume habe. 
Ich fühle mich jeden Abend immer befreit, wenn meine To-Do-Liste ganz oder zumindest die allerwichtigsten Punkte abends abgehakt sind.


6) Weniger ist mehr
Weniger auf dem Arbeitsplatz ist oftmals mehr. Ich fühle mich zunehmends unwohler, wenn sich die Stapel auf meinem Arbeitsplatz stapeln. Deswegen arbeite ich Schritt für Schritt alles ab und versuche, Chaos zu vermeiden. Auf meinem Arbeitsplatz befinden sich wirklich nur die wichtigsten Dinge - Stifte, Notizblock, Tacker, Taschenrechner, Locher - viel mehr brauche ich wirklich nicht. Der Rest befindet sich in einer Schublade. Das Handy habe ich zwar öfters auch auf meinem Arbeitsplatz liegen, räume es aber bewusst zwischendurch weg. Störende Gegenstände, so auch das Handy, stören im Arbeitsfluss und können die eigene Produktivität negativ beeinflussen.


7) Gemütliche Atmosphäre
Der Stuhl ist unbequem, es ist zu kalt oder  zu warm, das Licht stört... Um produktiv zu arbeiten, ist es wichtig, sich eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Für jeden bedeutet Gemütlichkeit etwas Anderes. Ich bin da nicht besonders anspruchsvoll. Mir genügt meistens schon Musik, um mich wohlzufühlen. Im Winter benötige ich im Home-Office fast immer eine Wolldecke, damit fühle ich mich wohl. Wie wäre es aber z.B. mit einem Blumenstrauss oder einer der Duftkerze am Arbeitsplatz oder einem Bild eures Liebsten? Überlegt euch, mit welchen Accessoires ihr euch selber eine gemütliche Atmosphäre schaffen könnt.

8) Routinen schaffen
Viele anstehende Aufgaben sind natürlich neu, aber es tauchen auch immer wiederholende Aufgaben auf. Um diese schneller zu erledigen, ist es wichtig, sich Routinen zu schaffen bzw. anzueignen. Erstellt euch z.B. Standardbausteine für E-Mails, z.B. für Kooperationspartner. Natürlich müsst ihr individuell auf jeden eingehen, aber gewisse vorformulierte Passagen werden euch das Leben erleichtern und ihr werdet schneller in der Bearbeitung.


9) Zeiträuber identifizieren
Das Handy gehört heutzutage, wie ich oben schon erwähnt habe, zu unseren größten Zeiträubern. Es lenkt uns ab und wir verlieren sehr viel Zeit. Identifiziert zu Hause eure größten Zeiträuber und versucht, diese zu eliminieren. Ihr werdet um einiges mehr an Zeit haben, ich spreche aus Erfahrung. Mein größter Zeiträuber ist eindeutig das Handy. Wenn ich wirklich ungestört und konzentriert arbeiten möchte, dann stecke ich das Handy z.B. in meine Handtasche, die einen Raum weiterliegt. So vergesse ich es vollkommen und arbeite vollkommen in Ruhe.


10) Sich vernetzen
Auch wenn ihr Einzelkämpfer in eure Home-Office seid, ist es wichtig, sich zu vernetzen und Kontakte zu pflegen. Einsamkeit ist nicht gut und deswegen müsst ihr unter Menschen. Trefft euch in euren freien Zeiten mit Freunden, vernetzt euch mit anderen Bloggern, treffen Kooperationspartner.


Wie arbeitet ihr zu Hause produktiv? Welche Faktoren sind für euch wichtig? Wie gestaltet ihr euch euer Home-Office? Ich freue mich auf eure Kommentare und hoffe, dass euch mein Beitrag gefallen hat.


Eure Natascha

Kommentare:

  1. Sehr schöner Beitrag und wirklich gute Tipps.
    Besonders Punkt 6 sollte ich mir öfter mal zu Herzen nehmen. Mein Schreibtisch ist manschmal so voll, dass ich den Platz für die Maus oder die Tastatur erst frei räumen muss. Das ist wirklich nicht gut und hinderlich im Arbeitsprozess.

    Ich arbeite Vollzeit und nebenbei blogge ich. Dafür brauche ich eben auch Zuhause meinen Arbeitsplatz. An feste Zeiten konnte ich mich bisher noch nicht gewöhnen, weil doch immer wieder andere Sachen dazwischen kommen.
    Ich arbeite immer wieder an einem für mich passenden Modell, um die Stunden für's Bloggen noch irgendwo unterzubringen, ohne, das ganze Wochenende nutzen zu müssen.

    Liebe Grüße

    Franzi

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    1. Ich kann nachvollziehen, wie es dir geht. Neben einer Halbtagsstelle habe ich meinen Schmuck und dann noch den Blog. Es ist wirklich schwer, alles unter einen Hut zu bekommen. Deswegen ist Planung und Organisation wichtig. Auch ich habe immer noch einiges zu optimieren.

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  2. Punkt Nummer 1 kann ich echt nur bestätigen! Lieber früh wach werden und aufstehen, damit man noch viel Zeit hat. Für die Arbeit und Privates. Ich mache mich auch gerne vorher fertig, bevor ich anfange. Da fühlt man sich halt eben im 'Modus'. Punkt 6 sehe ich auch so.
    Das ist ein richtig toller Post! Jeder Punkt stimmt echt und ich konnte mich total damit identifizieren :)
    Liebe Grüße ♥

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    1. Danke für dein Kompliment. Der Beitrag ist so spontan entstanden. Irgendwie kam mir die Idee so in den Sinn und ich habe sie direkt zu einem Beitrag verarbeitet.

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Vielen Dank für deinen Kommentar.
Ich freue mich sehr über jeden einzelnen Kommentar von euch und versuche auch immer, darauf zu antworten, denn mir bedeutet eure Meinungen und Kommentare wirklich sehr viel.

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