5 Tipps, um deine Fotos mit Lightroom zu optimieren

27 Januar 2017

Vor einigen Jahren genügte es noch auf dem Blog, schnell ein Foto aufzunehmen und es in einem Beitrag einzubinden. Diese Zeiten sind vorbei, denn alle Blogs werden immer professioneller. Deswegen müssen auch die Bilder hochwertiger werden.
Ich fotografiere immer noch sehr gerne spontan, habe mittlerweile aber schon ein kleines Lager an Fotohintergründen, die ich neben natürlichen Locations, wie z.B. im Garten, gerne verwende. Das heißt, ich baue mir ein kleines Set zumeist in der Küche auf, in welchem ich meine Produkte jeglicher Art platziere. Andere Blogs können das noch viel viel besser, das weiß ich, aber trotz alledem bin ich auch mit der Zeit professioneller geworden. Ich fotografiere sehr gerne in meiner Küche, da ich dort sehr viel natürliches Licht habe. Bislang habe ich mir noch keine zusätzlichen Lampen gekauft, überlege aber schon länger, ob ich Geld investiere oder nicht.

 



Habe ich meine Bilder früher unbearbeitet hochgeladen, so optimiere ich sie heute ein wenig hinsichtlich Ausrichtung, Kontrast und Farbe. Keinesfalls sollen sie künstlich wirken, darauf achte ich sehr. Picasa ist ein Freewaretool, mit welchem erste Optimierunngen vorgenommen wurden. Durch den Fotografen Benjamin Jaworsky, der einen wunderbaren You-Tube-Kanal hat, auch welchem ihr unbedingt vorbei schauen sollte, bin ich auf Adobe Photoshop Lightroom * aufmerksam geworden. Das Programm ist zwar kostenpflichtig, aber diese Investition lohnt sich wirklich, denn das Programm bietet sehr viele Möglichkeiten, um Fotos zu optimieren. Ich vermeide generell den Begriff Bearbeiten, denn ich möchte nur die Originalstimmung in meinem Bild bearbeiten, es aber nicht zu verfremden. Ich hebe durch meine Optimierung lediglich Details heraus.
Ich bin bei Weitem kein Lightroom Profi, denn auch ich lerne Tag für Tag hinzu. Ich schaue mir sehr oft Videos auf You Tube an und lese Tutorials, um mich stetig zu verbessern. Meine bisherigen Tipps zur Bilderoptimierung zeige ich euch heute in meinem Beitrag.


1) Fotos im Raw-/Jpeg-Format aufnehmen

Die meisten Spiegelreflexkameras ermöglichen es, Fotos nicht nur im Jpeg-Format, sondern auch im Raw-Format aufzunehmen.
Raw bedeutet roh, unbearbeitet. Die Bilddateien sind unbearbeitet - es handelt sich um die orignellen Aufnahmen. Jpeg hingegen bedeutet, dass gewisse Voreinstellungen durch die Kamera schon vorgenommen wurden und die Bilder somit schon bearbeite und der Regel auch komprimiert werden. Ein Raw-Bild kann bis zu 30MB haben, ein Jpeg-Bild meistens so zwischen 5 und 10 MB.
Ich verwende bislang nur JPEG als Format, wenn ich Fotos aufnehme. Wollt ihr lediglich ein paar Korrekturen vornehmen, so genügt auf jeden Fall das Jpeg-Format. Wollt ihr umfangreiche Bildkorrekturen durchführen, solltet ihr auf jeden Fall auf das Raw-Format zurückgreifen, denn dort könnt ihr weitere Veränderungen vornehmen, z.B. dem Weissabgleich nachträglich noch vornehmen. Da ich aber lediglich kleinere Korrekturen vornehme, genügt es mir bislang, im JPEG-Format aufzunehmen.


Hier habe ich lediglich das Bild etwas aufgehellt, damit der Abendhimmel besser zur Geltung kommt.

 

2) Fotos ausrichten und zuschneiden

Oftmals denke ich, dass ich ein Foto gerade aufnehme. Wenn ich es mir dann aber am Notebook detailliert anschaue, so sehe ich, dass es schief ist. Gerade bei Naturaufnahmen fällt das auf, dass der Horizont z.B. nicht gerade ist. Manchmal ist es das weniger schlimm, aber zumeist stört es mich doch ein wenig.
Mithilfe der Funktion "Freistellen" könnt ihr das Seitenverhältnis anpassen, Fotos zuschneiden und den Winkel verändern, um sie auszurichten. Es ist auch möglich, aus einem Foto im Querformt ein Foto im Hochformat zuzuschneiden.

 

Hier habe ich das Bild etwas aufgehellt und das Blau des Wasser und das Braun des Sandes herausgearbeitet. Denn der Sand hatte in der Realität einen orangefarbenen Ton, wie auf dem aufgenommen Foto.

 

3) Grundeinstellungen vornehmen

Im Bereich Grundeinstellungen könnt ihr einige Einstellungen vornehmen, um euer Foto zu bearbeiten. Ihr könnt den Kontrast verändern, das Bild mit der Belichtung aufhellen oder abdunkeln. Es gibt Regler für Tiefen, Lichter, Weiß oder Schwarz oder auch für die Sättigung des Bildes. Seid einfach kreativ und testet die Regler aus. Es ist wirkich interessat, wie sich das Bild verändert.
Ich mag es, wenn die Bilder hell, manchmal sogar ein wenig überbelichtet sind. Gerade bei Makroaufnahmen erhöhe ich z.B. sehr gerne den Kontrast, um einzelne Details einfach weiter herauszuarbeiten.

 

Hier habe ich den Kontrast erhöht, das Bild aufgehellt und mithilfe der Funktion Lichter die helleren Bereiche stärker herausgearbeitet.

 

4) Einstellungen synchronisieren

Wenn ihr mehrere Fotos unter den selben Verhältnissen aufgenommen habt, dann könnt ihr mit der Funktion "Einstellungen synchronisieren" einiges an Zeit sparen. Ihr bearbeitet ein Foto, so wie es für euch richtig ist. Klickt nun alle gleichen Fotos an und passt diese mit der genannten Funktion an. So müsst ihr beispielsweise nur ein Foto bearbeiten und die restlichen 10 werden einfach angepasst.

 

Hier habe ich das Bild aufgehellt, den Kontrast verstärkt und an den Farbreglern etwas herumgespielt, um die Herbstfarben mehr zum Leuchten zu bringen.


5) Presets verwenden

Ihr habt überhaupt keine Lust, eure Bilder detailliert zu bearbeiten, sondern wünscht euch lieber Korrekturen mit einem Klick? Dann könnt ihr die Presets in Lightroom verwenden. Presets sind kurz gesagt fertige Vorlagen für einen bestimmten Bildlook. Einige sind in Lightroom schon vorinstalliert, z.B. kann man mit einem Klick aus einem farbigen Bild ein schwarz-weißes Bild zaubern. Im Internet gibt es viele kostenlose Preset-Vorlagen, die ihr euch downloaden und installieren könnt. Es gibt natürlich auch kostenpflichte Vorlagen, ich habe bislang aber nur auf kostenlose zurückgegriffen.

 

Ich bin kein Profi, hoffe aber, dass ich euch einen kleinen Einblick in die Bildbearbeitung mit Lightroom geben könnte. Habt ihr Interesse an ausführlicheren Tutorials, in denen ich euch zeige, wie ich ein Bild Schritt für Schritt bearbeite? Ich freue mich sehr auf eure Kommentare und hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat.

 

Natascha

 

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