4 Wochen Mama-Sein

02 März 2017

Die Zeit vergeht so schnell, denn Sophie ist mittlerweile schon 4 Wochen alt. Die Eingewöhnungsphase mit einem kleinen Baby ist vorbei und wir haben uns sehr gut eingelebt und einen Baby-Mama-Tagesablauf entwickelt. Vor der Geburt war ich ein sehr strukturierter Mensch, der seinen Tag durchgeplant hat. Das ist mit einem kleinen Baby natürlich so nicht mehr möglich, denn es passieren oft unvorhergesehene Dinge, die ich nicht im Vorfeld planen kann.
Nun bin ich schon einen ganzen Monat Mama und es gibt so viel zu berichten. Genau darum geht es in meinem heutigen Beitrag. Wie ist es, das Mama-Sein? Was habe ich gelernt? Was habe ich mich anders vorgestellt? Welche Erfahrungen habe ich gemacht?

 


Das Baby schläft in seinem Bett.

Während der 40 Schwangerschaftswochen habe ich mir so viele Gedanken gemacht, wie die erste Zeit mit Baby sein wird und wie ich als Mutter agieren möchte. Ich weiß noch, wie ich felsenfest davon überzeugt war, dass unser Baby gleich in der Wiege schläft und ich es vehement abgelehnt habe, dass sie bei uns im Ehebett schläft.
Die Wiege, welche wir haben, ist zwar wunderschön und ich nutze sie tagsüber, aber Nachts ist sie einfach unpraktisch, da Sophie jedes Mal wach wurde, als ich sie nach dem Stillen in die Wiege gelegt habe. Also haben wir ein Beistellbett, das Babybay, gekauft, mit dem wir im Krankenhaus schon gute Erfahrungen gemacht haben. Unsere Maus hat zu Beginn sehr viel Wärme und Zuneigung benötigt und deswegen schläft sie nach 4 Wochen zum Teil noch mit uns im Bett. Wir nutzen das Beistellbett, aber die ganze Nacht schläft sie dort einfach noch nicht. Meine Hebamme beruhigt mich und meint, dass sich das in den nächsten Wochen noch einpendeln wird.
Ich wollte eigentlich nie im Bett stillen, sondern ausschließlich im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer. Im Krankenhaus habe ich in der ersten Zeit fast ausschließlich im Liegen gestillt, da ich gesundheitlich angeschlagen war. Gerade Nachts war das Liegen sehr angenehm, da ich ein wenig dabei schlafen konnte und Sophie diese Position auch gefallen hat. Also stille ich Nachts nun auch zu Hause im Liegen und das ist im Bett einfach viel praktischer als auf dem Sofa. Es kommt immer anders, wie man denkt.


Ich werde ständig müde sein.

Natürlich ist es eine Umstellung, wenn man nicht mehr 6-8 Stunden am Stück durchschläft, sondern mehrmals Nachts wach ist. Schon während meiner Schwangerschaft hatte ich jede Nacht Phasen, in welchen ich nicht schlafen konnte. Gegen Ende wurde das immer mehr. Deswegen empfinde ich es gar nicht schlimm, Nachts 1-2x auf zu sein, um zu stillen. Natürlich habe ich einen gewissen Schlafmangel, aber bislang komme ich damit gut zurecht. Wenn es tagsüber passt, lege ich mich ein wenig hin und ruhe mich aus. Sophie schläft jetzt nach 4 Wochen schon mal 3-4 Stunden nachts am Stück, in dieser Zeit kann ich selber gut schlafen. Ich denke, dass sich das in den nächsten Wochen noch weiter einpendeln wird und ihre Schlafphasen länger werden.
Ich dachte immer, dass ich wie ein Zombie mit tiefen Augenringen aussehen werde. Natürlich merkt man mir den Schlafentzug etwas an, aber es ist keinesfalls so schlimm, wie ich mir gedacht habe. Allerdings gehe ich spätestens um 22 Uhr ins Bett. Länger halte ich es nicht aus, denn dann schlafe ich wirklich vor Müdigkeit ein.


Haare Waschen wird überbewertet. Du wirst ständig dreckig sein.

Gerade will ich in die Dusche und höre auf einmal ein Weinen aus dem Wohn- oder Schlafzimmer. Eigentlich wollte ich gerade Duschen und mir die Haare waschen. Ich gerate in einen inneren Zwiespalt. Lasse ich mein Baby nun 10 Minuten weinen oder verzichte ich aufs Duschen und Haare Waschen und kümmere mich um Sie? Wie macht man es richtig? Das Baby ist wirklich sehr wichtig, aber die eigenen Bedürfnisse auch.
Ich versuche, beides unter einen Hut zu bringen, was bislang sehr gut gelingt. Ich stehe morgens immer gleich mit auf, wenn sich mein Mann für die Arbeit fertig macht. Sophie schläft da meistens noch. In dieser Zeit mache ich mich, so gut es geht, fertig. Das heißt, Duschen, Haare waschen, das Gesicht reinigen,... Im Laufe des Vormittags nutze ich dann immer die freien Zeiten z.B. für Haare föhnen oder schminken. Es dauert zwar alles etwas länger, aber es ist trotzdem sehr wichtig, seine eigenen Bedürfnisse nicht hinten an zu stellen.
Wenn Sophie total unruhig ist, dann nehme ich sie einfach mit ins Bad. Mein Mann und ich haben den Nomi Kinderstuhl mit Neugeborenenaufsatz gekauft. So kann ich die Kleine ablegen und das genügt oftmals schon, denn sie sieht mich und wird ruhiger. Der Kinderstuhl ist für mich die helfende dritte Hand.
Babys spucken, diese Erfahrung musste ich nun schon desöfteren machen. Es ist egal, ob du einen alten Pullover, eine Seidenbluse oder eine Strickjacke anziehst, dein Bab nimmt darauf keine Rücksicht. Es ist natürlich ein wenig ärgerlich, wenn du gerade etwas angezogen hast und es keine fünf Minuten später dreckig ist. Aber das ist halt nun mal so mit einem Baby. Mullwindeln und Spucktücher sind momentan mein ständiger Begleiter, denn Sophie hat sehr großen Hunger und spuckt dementsprechend auch relativ häufig, was aber laut meiner Hebamme überhaupt nicht besorgniserregend ist.


Die Schmerzen nach der Geburt sind beim Anblick deines Babys vergessen.

Diesen Spruch habe ich so oft während der Schwangerschaft gehört. Natürlich es ist ein Wunder, dein Baby nach der Geburt in den Händen zu halten. Du kannst die Blicke gar nicht abwenden, so zauberhaft ist dieses kleine Wesen.
Dies lässt einen natürlich einiges vergessen, aber die Schmerzen waren leider noch mehrere Wochen da. Im Geburtsvorbereitungskurs hört man so viel rund um die Zeit vor und während der Geburt, aber die Zeit danach wird relativ spärlich behandelt. Ich wusste zwar, dass es schmerzvoll sein wird, aber die ersten 4 Wochen danach habe ich als schlimmer als die komplette Schwangerschaft empfunden.


Du wirst das Baby mehr als alles andere lieben.

Ich kann nur schwer in Worte fassen, wie sehr ich mein Baby liebe. Die kleine Maus ist die Krönung unserer Liebe. An unserer Hochzeit habe ich zu meinem Mann gesagt, dass ich alles habe und wunschlos glücklich bin und das alles, was noch in den nächsten Jahren kommen wird, eine Zugabe ist. Sophie ist eine wundervolle Zugabe und wir sind sehr dankbar, dass wir dieses große Glück erfahren dürfen. Die Liebe zum eigenen Kind ist etwas ganz Besonderes, etwas Unbeschreibliches. Wir werden sie beschützen, egal auch passieren wird.


Stillen ist etwas Magisches.

Im Vorfeld hatte ich ein wenig Angst vorm Stillen, wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin. Werde ich genug Muttermilch haben, damit die Kleine satt wird? Klappt das Anlegen? Nimmt sie auch richtig zu? Mit all diesen Fragen habe ich mich im Vorfeld beschäftigt. Ich hatte es mir fest vorgenommen, es bestmöglich zu testen, wenn es aber nicht funktionieren würde, dann wäre es halt so gewesen.
Das Stillen hat zum Glück von Anfang wunderbar funktioniert und ich habe auch sehr viel Muttermilch, so dass die Kleine manchmal fast "erschlagen" wird von der verfügbaren Menge. Sophie wächst sehr gut, also reicht die Menge auf jeden Fall aus. Für mich ist es wirklich etwas Magisches. Die Beziehung zwischen uns Beiden ist wirklich sehr intensiv. Wie die Kleine mich immer anschaut... ich könnte dahinschmelzen. Wir lieben es, ausgiebig zu kuscheln und die Zeit miteinander zu verbringen. Es ist ein wunderbares Gefühl, meinem Kind ganz nahe zu sein.

 


Mit Stillen kannst du wunderbar abnehmen.

Während der Schwangerschaft habe ich knapp 15kg abgenommen, in den ersten 4 Wochen sind davon schon fast 10kg wieder verschwunden. Ich merke, dass das Stillen schon an meinem Körper zehrt und ich mehr an Kalorien zu mir nehme. Die ersten Kilos waren schnell verschwunden, mittlerweile geht es langsamer. Ich möchte auf jeden Fall wieder das Gewicht wie vor der Schwangerschaft erreichen, weswegen ich zu Beginn der Fastenzeit wieder mit Weight Watchers begonnen habe. Auch wenn man stillt, ist es möglich, mit Weight Watchers abnzunehmen, denn das Stillen wird bei der Berechnung der zur Verfügung stehenden Punkte mitberechnet. Man hat auf jeden Fall einiges mehr an Punkten. Ich bin sehr gespannt, wie ich Weight Watchers mit dem Stillen vereinbaren kann und werde euch natürlich darüber berichten.

 

Die erste Zeit mit Baby ist aufregend, aber auch anstrengend - aber trotzdem einfach wundervoll. Ich werde euch auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden halten, wie mein Leben mit Baby ist. Wenn ihr Fragen für meinen nächsten Blogbeitrag zu meinem Leben mit Baby habt, dann schreibt sie einfach unter diesen Beitrag. 
Ich freue mich auf eure Kommentare und hoffe, dass euch mein Beitrag gefallen hat.


Natascha

 

Kommentare:

  1. Hallo
    Ich erinnere mich noch wie die ersten Wochen bei uns waren.Nach 4 Wochen war allerdings noch nichts ei gespielt und vor allem der Schlafrhytmus wechselt immer noch häufig.
    Ich stille seit 6 Monaten voll...habe noch 6 kg von der Schwangerschaft drauf aber das ist ok.Mit Weight Watchers fange ich höchstens nach dem abstillen wieder an da ich einige Frauen kenne die durch WW Probleme mit der Milchproduktion bekamen.
    Viele Mütter haben mir auch gesagt das die letzten Kilos erst nach dem abstillen verschwinden.
    Versuch dich nicht so unter druck zu setzen.
    Alles Gute für Euch

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    1. Ich bin ziemlich entspannt und mache mir keinen Druck. Es ist halt schön, wenn einem langsam die Sachen wieder wie vor der Schwangerschaft passen. Ich möchte mir nicht für einen kurzen Zeitraum Neues kaufen.

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Vielen Dank für deinen Kommentar.
Ich freue mich sehr über jeden einzelnen Kommentar von euch und versuche auch immer, darauf zu antworten, denn mir bedeutet eure Meinungen und Kommentare wirklich sehr viel.

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